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2017

Die Internationale Jacob Böhme Gesellschaft Görlitz (IJBG) und die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) haben für das Jahr 2017  gemeinsam den „Jacob-Böhme-Preis“ ausgelobt. Der akademische Nachwuchs bis zu einem Alter von 35 Jahren war aufgefordert, eine Arbeit zum Thema „Jacob Böhmes  ‘Reformation der Reformation‘ und sein Verhältnis zu Martin Luther“ einzureichen.

Der Preis ist stets mit 1000,00 Euro dotiert und wird von der Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft Görlitz getragen. IJBG und OLGdW wollen mit dieser Auszeichnung eine herausragende Leistung bei der Erforschung von Leben und Werk Jacob Böhmes würdigen. Die Arbeiten können historische, biographische wie auch philosophische  und philosophiegeschichtliche Fragestellungen aufgreifen.

Der Preisträger wird unter Ausschluss des Rechtsweges durch ein Preiskomitee gekürt. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann der Preis geteilt werden. Er wird auf der Frühjahrstagung der Gesellschaft 2017 überreicht.

Die 1779 gegründete Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften gehört zu den ältesten Gelehrten­gesellschaften Europas. Nach der erzwungenen Auflösung der Gesellschaft 1945 erfolgte 1990 ihre Wieder­gründung. Seither konnte die Gesellschaft in zunehmendem Maße an ihre reiche Tradition anknüpfen und eine Vielzahl ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten wiederbeleben. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gab sie das „Lausitzische Magazin“ heraus, das dann ab 1821 als „Neues Lausitzisches Magazin“ (NLM) fortgeführt wurde und bis zu seiner kriegsbedingten Einstellung 1944 zu den führenden regionalgeschichtlichen Periodika Deutschlands gehörte. Es wird seit 1998 in „Neuer Folge“ herausgegeben. Ebenso gehört es zu den Aufgaben der Gesellschaft, die historische Forschung zur Oberlausitz zu fördern und insbesondere junge Wissenschaftler an die Besonderheiten der Geschichte dieses Landes heranzuführen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde dafür jeweils eine Preisaufgabe gestellt, in dessen Folge sich alsbald anerkannte Historiker erstmals hervortun konnten.

Die Arbeit der  2001 vormals als Internationales Jacob Böhme-Institut gegründete Gesellschaft ist dem Leben und Werk dieses Philosophen gewidmet. Die IJBG verfolgt den Anspruch, die ambitionierte wissenschaftliche und nicht wissenschaftliche Beschäftigung mit Jacob Böhme zu fördern, die Erforschung und Darstellung seiner Lehre, seiner Schriften, seiner Quellen und Nachwirkung sowie der historischen Umstände seines Lebens zu unterstützen sowie ein Forum zu schaffen für den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Künstlern und anderen am Werk Jacob Böhmes Interessierten. Die IJBG kooperiert hierzu mit der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) in Görlitz, die mit ihrer reichen Sammlung an Böhme-Ausgaben und Forschungsliteratur vor Ort ideale Voraussetzungen bietet sowohl für die Auseinandersetzung mit Fragen der Philologie als auch für die Vertiefung in Einzelaspekte der Böhmeschen Lehre.

Die Satzung zum „Jacob-Böhme-Preis“ ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.olgdw.de/jacob-boehme-preis/satzung.html  nachzulesen. Weitere Informationen können per E-Mail unter sekretariat@olgdw.de  angefordert werden.

pdf-Download der Auslobung

Redaktionelle Richtlinien für Autoren im Neuen Lausitzischen Magazin und anderen Publikationen der OLGdW sowie für Preisarbeiten im Rahmen des "Hermann-Knothe-Preises" und des "Jacob-Böhme-Preises".

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     Preisträger 2015


Dr. Thomas Regehly von der Internationalen Jacob Böhme-Gesellschaft mit den beiden Preisträgern 2015

Am 25. April 2015 fand die Verleihung des Jacob-Böhme-Preises statt, der gemeinsam von der Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft e.V. und von der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e.V. vergeben wurde.

Die Preisträger 2015 sind Dr. Tünde Beatrix Karnitscher aus Budapest und Dr. Filips Defoort aus Belgien. Frau Kanitscher hat eine Studie zu den Rezipienten der Briefe und Sendschreiben Jacob Böhmes vorgelegt, während Herr Defoort einen Artikel zu dem auch heute noch aktuellen Thema der Prädestination geschrieben hat.  Wir gratulieren den beiden Preisträgern.



In 2013 konnte der Jacob-Böhme-Preis zum ersten Mal verliehen werden, der in Kooperation zwischen der Internationalen Jacob Böhme-Gesellschaft und der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) ins Leben gerufen wurde und alle zwei Jahre vergeben werden soll.
Der Preis wurde in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Görlitz, Siegfried Deinege, am 20. April 2013 vergeben. Er ging an Dr. Cecilia Muratori, München, die mit ihrer Arbeit über „Der Zauber und die Eiche. Hegels ‚Befreiung’ der philosophischen Sprache Jacob Böhmes“ die Philosophie des Görlitzer Philosophen in ihrer Spiegelung bei Hegel untersuchte.

Weitere Informationen über den Jacob Böhme-Preis und die Oberlausitzischen Gesellschaften der Wissenschaften finden Sie hier. / Redaktionelle Richtlinien für Autoren im Neuen Lausitzischen Magazin und anderen Publikationen der OLGdW sowie für Preisarbeiten im Rahmen des "Hermann-Knothe-Preises" und des "Jacob-Böhme-Preises".